Abwrackprämie: Wie einst Autobesitzer können Krankenhausträger Geld für Klinikschließungen erhalten. FOTO: dpa Picture-Alliance/Bernd W¸s / picture-alliance / ZB

Wadern. Die Marienhaus GmbH kann für die Schließung des Waderner Krankenhaus mit Millionen rechnen. Das stößt auf Unverständnis.

„Es ist kein Sinn darin zu entdecken, dass mit dem Geld von Steuerzahlern deren gesundheitliche Versorgung verschlechtert wird“, sagt Bernd Schröder, Sprecher der Bürgerinitiative „Nordsaarlandklinik“ mit Blick auf den Antrag, mit dem die Marienhaus GmbH Millionen aus  der Schließung der Waderner Klinik rausholen will. Wie die SZ berichtete, hat das saarländische Gesundheitsministerium für die Trägerin der Klinik einen Förderantrag beim Bundesversicherungsamt (BVA) gestellt. Das Amt verwaltet das Geld aus einem Strukturfonds, der finanzielle Anreize für den Abbau von Überkapazitäten und eine Konzentration von stationären Angeboten setzen soll. „Ich kenne das Gesetz. Daher kommt für mich der Vorstoß der Marienhaus GmbH nicht überraschend. Was mich überrascht, ist die Höhe.“ Die Rede ist von 6,2 Millionen Euro. Das Gesetz sieht laut Schröder das Wohl des Patienten im Vordergrund. In nachfolgenden Passagen spreche es den Trägern Zuschuss zu, die unter anderem Betten abbauen. „Wenn man dieses Gesetz in der Praxis vor sich sieht, ist jeder entsetzt“, sagt der Mann, der mit seiner Bürgerinitiative für den Erhalt des Waderner Krankenhauses kämpft. Mediziner in Krankenhäusern, Ärzte in Praxen und Pflegepersonal müssen nach Auffassung von Schröder nicht nur den Menschen in den Vordergrund stellen, sondern sich auch mit der Frage rumschlagen, wie finanziert sich das Ganze. „Um ein Gerät finanzieren zu können, kann es zu der ein oder anderen Untersuchung mehr kommen. Auch bewegten sich Mediziner und Pflegepersonal zunehmend in einer Rechtsunsicherheit. Die Folge: mehr Dokumentationen, um jeden Handgriff belegen zu können – Zeit, in der sie nicht für ihre Patienten zur Verfügung stehen. Schröder fordert ein Umdenken im Gesundheitssystem.

Als skandalöse Entwicklung nennt die Kreisvorsitzende der Linken, Dagmar Ensch-Engel (MdL), die Umsetzung des Krankenhausstrukturgesetzes, das am 1. Januar 2016 in Kraft getreten ist und dem offensichtlich das Krankenhaus Wadern zum Opfer fallen wird. „Danach sollen 6,2 Milliarden Euro aus Steuermitteln und Mitgliedsbeiträgen vorrangig als Abwrackprämie gezahlt werden“, empört sich Ensch-Engel. „Eine Verbesserung der Versorgung der Patienten, die für mich unbedingt mit wohnortnahen Krankenhausstandorten einhergeht, ist nicht vorgesehen.“ Marilyn Heib, Direktkandidatin für die Bundestagswahl der Linken im Wahlkreis Saarlouis, ist schockiert: „Ich kann es nicht glauben. Die Bürger des Kreises kämpfen für den berechtigten Erhalt ihres Krankenhauses, denn Fahrtzeiten von über 30 Minuten sind gerade im Winter nicht tragbar. Statt dafür zu kämpfen, dass das Krankenhaus erhalten bleibt, schenkt das Land einem Privatunternehmen sechs Millionen Euro, für die Schließung“, sagt die Frau, die in der Bürgerinitiative „Nordsaarlandkrankenhaus“ für den Erhalt der Klinik kämpft. „Und warum soll denn sowas von unseren Steuergeldern bezahlt werden?“.
Regionale Krankenhäuser können laut Heib bei einer vorrangigen Betrachtung von Markt und Wettbewerb nicht mehr mithalten‚ Uni- und Spezialkliniken werden bevorzugt. „Bereits die Umstellung der Finanzierung von Krankenhausleistungen auf Fallpauschalen hat in den vergangenen Jahren dazu geführt, dass jene Krankenhäuser am erfolgreichsten sind, die möglichst schwere Fälle in möglichst kurzer Zeit mit möglichst wenig Personal bei hoher Geräte-Auslastung behandeln“ – für sie ein unverantwortliches und teures Flächenexperiment.
Im Ergebnis sei Deutschland inzwischen weltweit führend bezüglich lukrativer Operationen. Innerhalb von fünf Jahren wurden laut Heib Gelenkspiegelungen und Knieprothesen um 20 Prozent. erhöht, die Zahl der Wirbelsäulenoperationen und Hüftprothesen verdoppelt. Bandscheiben-Operationen gebe es fünfmal häufiger als in anderen europäischen Ländern. „Ob es den Patienten durch unnötige Operationen statt standortnaher Versorgung besser geht, darf bezweifelt werden“ sagt Heib. „Aber Hauptsache: Die Kasse stimmt.“
Zudem kommen die Länder nach Worten von Ensch-Engel immer weniger ihrer gesetzlichen Verpflichtung zur Finanzierung der nötigen Bau- und Modernisierungen nach. „Lag der Anteil der Investitionskostenfinanzierung durch die Länder gegenüber den Betriebskosten Anfang der 70er Jahre noch bei 25 Prozent, so sind es gegenwärtig nur noch vier Prozent.“ Das zwinge die meisten Häuser, erforderliche Investitionen auch aus den Betriebsmitteln für Krankenversorgung und/oder durch Kredite zu finanzieren. Das erkläre den vielfach massiven Personalabbau und das wachsende Outsourcing von Betriebsteilen. Die Linke fordert nach Worten beider Polikerinnen die Landesregierung auf, Maßnahmen zu ergreifen, um die wohnortnahe Versorgung der Bürger mit Krankenhäusern zu gewährleisten, anstatt Hilfeleistungen zur Schließung zu geben. „Wir werden die Bevölkerung beim Kampf um ihr Krankenhaus unterstützen. Der Krankenhausstandort Wadern muss zur Chefsache gemacht werden“, sagen Ensch-Engel und Heib.

 

Das Aktionsteam (von links): Marlene Thalemann, Alfons Wack, Renate Hausen, Paul Schmidt, Edwin Reis (Vorsitzender Krankenhaus-Förderverein), Fredi Dewald, Bernd Schröder (Sprecher), Christian Kuhn, Regina Franz, Harald Klein (stellvertretender Sprecher), Ute Barth, Therese Jost, Marilyn Heib, Günter Barth, Henry Selzer, Bürgermeister Jochen Kuttler.

Wadern. Seit Dienstagabend kämpft eine Bürgerinitiative für den Erhalt des Waderner Krankenhauses (wir berichteten). „Wir müssen was tun, damit unser Krankenhaus bleibt“, gab der frisch gewählte Sprecher der Initiative, Bernd Schröder, die Marschrichtung vor.

Die bisherige Trägerin, die Marienhaus GmbH, hatte Anfang Juni angekündigt, das Haus zum Jahresende zu schließen. Dagegen wehren sich die Leute aus dem Hochwald. Um den Standort zu erhalten, haben sich Bernd Schröder, sein stellvertretender Sprecher, der Geschäftsführer des Waderner Wirtschaftsverbandes, Harald Klein, und viele Mitstreiter Gedanken im Vorfeld gemacht. Eine Demo vor dem Landtag, wenn über den Krankenhausstrukturplan diskutiert wird, nannte Schröder, Protestschreiben an Kanzleramtschef Peter Altmaier und die stellvertretende Ministerpräsidentin Anke Rehlinger, eine Gesprächsrunde mit Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer, eine Diskussion mit politisch Verantwortlichen, Aktionen bei Wochenmärkten und vieles mehr. „Wichtig ist, dass Sie mit ihren Freunden und Bekannten reden, damit das Thema am Kochen bleibt“, forderten Schröder,  pensionierter Ministerialbeschäftigter, und Klein die rund 300 Zuhörer auf, ihre Vorschläge für weitere Aktionen zu mailen. „Das Sie unter der Adresse initiative-krankenhaus@wadern.de tun.“ 15 Leute zählt das Aktionsteam, darunter Waderns Ex-Bürgermeister Fredi Dewald, Henry Selzer, Mitglied im Weiskircher Gemeinderat, und Marilyn Heib aus Beckingen, Direktkandidatin der Linken für die kommende Bundestagswahl.

Das Krankenhaus ist nach Worten von Waderns Bürgermeister Jochen Kuttler völlig zu Recht am Standort Wadern angesiedelt. „Es ist geopolitisch immens wichtig, nicht nur für die Stadt, sondern für den gesamten Hochwald.“ Daher stehe er derzeit mit mehreren Trägern in Kontakt, um auszuloten, ob eine Übernahme in Frage komme, „obwohl das eigentlich Aufgabe des Landkreises ist.“ Der Verwaltungschef will nichts unversucht lassen, die medizinische Versorgung vor Ort zu gewährleisten. Dabei gebe es noch viele komplexe Fragen zu klären, räumte Jochen Kuttler ein. Wäre die Marienhaus GmbH überhaupt bereit, das Feld für einen Konkurrenten zu räumen? „Das Gebäude ist ihr Eigentum“, sagte der Verwaltungschef gegenüber der SZ. Jochen Kuttler: „Bislang hat die Marienhaus GmbH noch nicht genau entschieden, was wann mit dem Haus passiert. Allerdings steht ein Abriss im Raum.“ Der Waderner Bürgermeister bezweifelte zudem, dass das Defizit von 2,5 Millionen Euro, das der Träger genannt hatte, zu 75 Prozent von Wadern allein verursacht worden sei. „Mich würde einmal interessieren, auf welchen Standort denn Verwaltung, Küche und EDV gebucht worden sind. Eindeutige Zahlen sind bislang jedenfalls nicht vorgelegt worden. Die Bürgerinitiative kann den Druck aufbauen, der allen Verantwortlichen klar vor Augen führt, dass die Menschen im Hochwald sich nicht abspeisen lassen werden, sondern für eine medizinische Versorgung einstehen, die diesen Namen auch vedient!“

„Wir wurden jahrelang belogen“, schimpfte Alfons Wack, Mitglied im Aktionsteam. Die Schließung sei von langer Hand vorbereitet worden. „Dramatisch“ nannte Edwin Reis, Vorsitzender des Krankenhaus-Fördervereins, das angekündigte Aus für den Standort in der Hochwaldstadt. „Zunächst war es, als ob mich der Blitz getroffen hat. Aber ich habe viel Kraft entwickelt. Und mit der schlagkräftigen Mannschaft bin ich guten Mutes, ein neues Krankenhaus zu bekommen.“ Therese Jost nannte Wadern „den idealen Standort für eine Mittelversorgung“. Hier sei es einfach, das Klinik-Gebäude zu erweitern. „Wenn Losheim in ein paar Jahren schließen sollte, bauen wir in Wadern neu“, führte Jost den Widersinn der jetzigen Entscheidung, den Standort Wadern aufzugeben, vor Augen.

Angesprochen wurde auch die Schenkungsurkunde der Dagstuhler Grafenfamilie De Lasalle. Sie sollen den Waldbreitbacher Franziskanerinnen ein Grundstück überlassen haben. Die Bedingung der Adligen: eine Zusicherung, eine medizinische und pflegerische Versorgung sicherzustellen. Der Bau des Krankenhauses war 1884 begonnen worden. Franz Kasper, ehemaliger Mitarbeiter im Katasteramt, sagte, er habe eine Quelle zu der Schenkungsurkunde in den Akten entdeckt.

 

Die veganen Leckereien haben für großen Andrang beim Brunch in Beckingen gesorgt. Foto: Rolf Ruppenthal

Beckingen. Zugunsten von Kindern in Aleppo hat der Verein „Go For Climate“ zum veganen Brunch nach Beckingen eingeladen. Barbara Scherer

Salate und Wraps, Kuchen und Torten, Burger und Käsestücke: Abwechslungsreiche Gerichte präsentieren sich auf langen Tischen in der Beckinger Deutschherrenhalle. Als Marilyn Heib vom Verein "Go For Climate" das Buffet am Sonntag gegen halb elf eröffnet, bildet sich direkt eine lange Schlange. Mit Tellern bewaffnet stürzen sich die 65 Gäste auf die Köstlichkeiten, die da auf sie warten. Nicht alle wissen, was geschmacklich genau auf sie zukommt: Denn auch wenn es auf den ersten Blick nicht den Anschein hat, sind alle Gerichte bei diesem Brunch vegan.

Weder die Sahne auf dem Erdbeerkuchen noch der würzige Käse bestehen also aus tierischen Produkten, sondern sind rein pflanzlich. Gekocht hat sie die Interessengemeinschaft Saarbucks aus Saarbrücken. Mit drei Personen sind sie heute vor Ort, erklärt Uta Waller, während sie in der Küche eifrig Wraps zusammenrollt: mit Falafel, Salat und veganer Knoblauchsoße. "Uns geht es darum, dass Menschen die vegane Küche kennenlernen und keine Angst mehr davor haben", sagt sie. Die 46-Jährige ist selbst seit fünf Jahren Veganerin, war vorher bereits rund 30 Jahre Vegetarierin - "weil ich schon als Kind nicht verstanden habe, dass man Tiere konsumiert".

Tierschutz ist ein Grund, der viele zum vegetarischen oder veganen Essen verleitet - dabei bietet der Verzicht auf tierische Produkte weitere Vorteile. "Es ist so, dass veganes Essen klimafreundlich ist", erklärt Heib, die zum zweiten Mal mit ihrem Verein "Go For Climate" einen veganen Brunch organisiert. Denn tierische Produkte seien in der Herstellung CO2-intensiver als tierfreie Alternativen. "Viele Leute, die das Klima schützen, sind auch Tierfreunde", stellt sie die Parallele her.

Neben Tierschutz spielt der gesundheitliche Aspekt für viele eine Rolle. "Ich merke das bei der Arbeit", berichtet Andreas Krätzmann aus Honzrath, der zusammen mit Anett Schmidt zum veganen Brunch gekommen ist. "Wenn ich in der Kantine Fleisch gegessen habe, bin ich am Schreibtisch fast eingeschlafen, erzählt der 50-Jährige. Mittlerweile isst er nur noch einmal pro Woche Fleisch, "Pute oder Hähnchen". Das habe positive Auswirkungen auf Rheuma, erklärt er, und Schmidt ergänzt: "Man fühlt sich wohler."

Ebenfalls gesünder - im Vergleich zu manchen ihrer Kollegen - fühlt sich Sonja Maas aus Schwalbach. Sie lebt seit einem Jahr vegan und findet es wichtig, ebenfalls auf die Zusammenhänge von Ernährung und Entwicklungen in der Welt hinzuweisen. Dazu gehört neben dem Klima auch das Welthungerproblem, berichtet Tim Röhrs aus Saarbrücken, selbst Vegetarier: "Das Welthungerproblem wäre gelöst, wenn die Menschen kein Fleisch essen würden." Das findet die Zustimmung von Janine Hector. "Die Menschen konsumieren so blind", bedauert die 34-Jährige Vegetarierin, die bereits auf Milch und Joghurt verzichtet.

Ganz ohne Fleisch möchte Alfons Meisers aus Rissenthal nicht auskommen. Der 75-Jährige ist mit seiner Frau Anita Meiers zum Brunch gekommen. "Ich war überrascht, dass es so vielfältig ist", zeigt sich die 69-Jährige von der Auswahl begeistert. Dabei hat sie bisher nur "Häppchen" probiert - "aber wir werden gleich mal einen großen Teller holen", freut sie sich. "Vom Aussehen und vom Geschmack her ist das nicht schlecht", lobt Jürgen Imandt die Essensauswahl. Trotzdem sei eine fleischfreie Ernährung auch für ihn keine Alternative, sagt der 75-Jährige: "Ab und zu einen guten Schwenker, das will man schon haben - aber Salat gehört immer dazu!"

 

Zum Thema:

Hilfe für Aleppo Der Erlös des veganen Brunches, rund 550 Euro, geht an bedürftige Familien in Aleppo. Das Projekt des Vereins "Go For Climate" sieht vor, Familien mit Kleidung für Kleinkinder unter drei Jahren zu versorgen. Dabei soll den Menschen vor Ort nachhaltig geholfen werden. Dazu gehört es, die lokale Wirtschaft zu unterstützen und die Hilfsgüter nicht importieren zu müssen, um Arbeitsplätze in Aleppo zu erhalten.

 

16.05.2017 - Saarbrücker Zeitung - Starke Frauen unter sich

Marilyn Heibs Einsatz für Nachhaltigkeit bringt sie ins Finale eines Wettbewerb in Berlin.

Mehr über Heibs Nominierung bei den Victress Awards: 2017: http://www.marilynheib.de/artikel/archive/2017/june/article/marilyn-heib-fuer-victress-award-nomminiert/?tx_ttnews%5Bday%5D=22&cHash=44ccef61bdd226bd3f3d7753f1dd03c9

In der Kategorie VICTRESS Sustainability Award, präsentiert von Alex V. Frankenberg vom High-Tech Gründerfonds geht es um Frauen, die sich mit Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung beschäftigen.

In Finanz-Start-ups gibt es kaum Frauen in Führungspositionen. Einige Frauen, die es bis dahin geschafft haben, versuchen das nun zu ändern - und suchen gleichzeitig nach Erklärungen.

11.12.2016, von CARL DOHMANN, FRANKFURT

Marguerite Arnold wunderte sich. Die Amerikanerin mit deutschen Vorfahren war gerade nach Frankfurt gezogen, vorher hatte sie schon zwei Jahre in Dortmund gelebt. Sie wollte ein Unternehmen der Finanztechnologie (Fintech) gründen, an der Frankfurt School of Finance sich das theoretische Wissen aneignen. Ein Netzwerk wollte sie sich aufbauen, vor allem zu anderen Frauen in der Branche Kontakte schließen. Doch es gab keine.

Diese Erfahrung ist jetzt mehr als ein Jahr her. Im August gründete sie das Meet-up „Women in Fintech“, das Frauen den Einstieg in die Branche erleichtern soll. „Ich will ein Netzwerk schaffen“, sagt die Neunundvierzigjährige. „Für Frauen, aber auch für Männer, die mit Frauen zusammenarbeiten wollen.“ Denn auch Männer bedauerten nach ihrer Erfahrung, dass es so wenige Frauen in Fintechs gebe, zumindest in Führungspositionen.

Nicht gerne die erste Geige

Mehrere Treffen hat Arnold schon organisiert, 170 Frauen hätten sich der Initiative mittlerweile angeschlossen. Sie selbst hat in Frankfurt das Start-up MedPayRx gegründet, das Patienten unter anderem hilft, die richtigen Ärzte zu finden, und sie beim Kauf von Medikamenten unterstützt. An der Frankfurt School schreibt sie zurzeit einen Business-Plan dafür. Ungefähr 90 Fintechs gebe es im Rhein-Main-Gebiet, doch nur etwa zehn Frauen seien Mitglied in der Geschäftsführung, sagt Jochen Biedermann von Frankfurt Main Finance, der Arnold bei ihrer Initiative unterstützt.

Mehr zum Thema

Eine dieser Frauen ist Marylin Heib. „Ich will die Welt verändern“, sagt sie über ihre Motivation. Im Juni 2012 gründete sie zusammen mit drei Männern das Unternehmen Bettervest. Es stellt eine Plattform zur Verfügung, auf der die Nutzer in die Energieeffizienz zum Beispiel von Unternehmen und Kommunen investieren können. Heib sagt, Frauen hätten oft falsche Vorstellungen von Technik als Berufsfeld. Sie seien meist eher sozial interessiert - dabei könne man gerade mit Technik viele Dinge verändern. Zum Thema Führungspositionen sagt sie, dass Frauen einfach nicht so gerne die erste Geige spielten. „Sie würden nie eine Stelle annehmen, wenn sie nicht zu hundert Prozent überzeugt wären, dass sie der Aufgabe gewachsen sind.“ Sie selbst ist als Vertriebsleiterin eine von drei Geschäftsführern des Start-ups.

Alle Frauen zusammenbringen

Die Fintech-Frauen sind in Frankfurt mittlerweile gut vernetzt. Neulich trafen sich ungefähr zehn Frauen der Finanzbranche aus ganz Deutschland im Museum für Moderne Kunst zu einem Abendessen. Carolin Gabor zum Beispiel, Geschäftsführerin des Berliner Fintechs Finleap, das sich selbst als „Company-Builder“ bezeichnet: Die besten Fintechs in Europa wollten sie bauen, mit Hilfe eines Netzwerks aus motivierten Unternehmern und „den besten Tech-Experten, die wir weltweit finden“.

Im Sommer hat Gabor die Initiative „Fintech Ladies Europe“ gegründet. An verschiedenen Orten bringt sie dazu Frauen aus verschiedenen Branchen zusammen: Unternehmerinnen, Bankerinnen, Juristinnen. Sie hat dafür schon in Berlin, Zürich und London Abendessen organisiert, Frankfurt ist die letzte Station in der Reihe, nächstes Jahr will sie europaweit alle Frauen einmal zusammenbringen. „Ich bin fest überzeugt, dass, wenn man es schafft, mehr Frauen in Fintechs zu bringen, diese Start-ups insgesamt erfolgreicher sein werden.“

„Frauen sind zu perfektionistisch“

Biedermann glaubt ebenfalls daran: „Nach wissenschaftlichen Untersuchungen wirkt sich eine hohe Diversität positiv auf die Erfolgschancen von Start-ups aus.“ In Deutschland jedoch ist derzeit nur jedes zehnte Mitglied von Exekutivkomitees in Finanzberufen weiblich, heißt es in einer Studie der Unternehmensberatung Oliver Wyman. In der IT sieht es auf den ersten Blick nicht anders aus: Laut deren Bundesverband Bitkom lag der Frauenanteil in der Branche Anfang 2015 bei 15 Prozent, bei den Auszubildenden sogar nur bei acht Prozent. Das könnte sich aber ändern, wenn es gelänge, mehr Informatikstudentinnen in IT-Berufe zu bringen: Der Anteil der Frauen unter den Studienanfängern in Informatik steigt seit Jahren an, liegt im Moment bei immerhin mehr als 20 Prozent.

Auch Maria Pennanen möchte mehr Frauen an der Spitze von Fintechs sehen. Sie ist Ko-Gründerin des Accelerator Frankfurt, einer Institution, die Start-ups hilft, schnell erfolgreich zu werden. Pennanen sagt, entscheidend sei der Mut, einfach anzufangen: „Frauen sind da zu perfektionistisch.“

Finanzen und Technologie

Ein Pluspunkt von Fintechs im Vergleich zu Banken ist die größere Flexibilität, sagt Ivonne Arold, Prokuristin von Peermatch, einem Fintech für Immobiliendarlehen. „Ich kann von überall aus arbeiten, wo ich einen Laptop habe. Beruf und Familie lassen sich damit besser vereinbaren“, sagt sie. Dass es allgemein kaum Frauen in Fintechs gebe, kann sie nicht bestätigen: „Unser Frankfurter Team besteht aus neun Leuten, fünf davon sind Frauen.“ Für mehr Frauen in Führungspositionen fehle die Grundmasse, sagt sie. Ein wichtiger Punkt sei nach ihrer Erfahrung das fehlende Selbstbewusstsein: „Wenn Männer sich selbst beurteilen, sagen sie oft zuerst, was richtig gut ist, und erst dann, was sie verbessern können. Bei Frauen ist es oft umgekehrt.“

Die höhere Flexibilität in Fintechs bestätigt auch Michaela Mohri. Sie war in der Geschäftsführung von Fintura, einem Finanzportal für kleine und mittelständische Unternehmen, Ende September ist sie in den Beirat gewechselt. „Ich bin Mutter, damit ist das ständige Unterwegssein nicht kompatibel.“ Zwar sei sie seit ihrem Einstieg bei Fintura im Jahr 2014 immer noch oft unterwegs. „Aber ich kann die Zeiten nun besser steuern.“ Es sind ihrer Meinung nach vor allem zwei Gründe, warum es so wenige Frauen in Fintechs gebe: Finanzen und Technologie. Frauen beschäftigten sich nicht so sehr mit solchen „harten Themen“, sondern gingen eher zum Beispiel in Marketingberufe.

09.12.2015

Taunus Zeitung 09.12.2015

Foto: Heib

Marilyn Heib ist beruflich oft in Frankfurt und im Ausland

Von Norbert Becker, 25.08.2015 00:00

Beruflich kümmert sich Marilyn Heib um Klimaschutzprojekte mittels Bürgerfinanzierung. Auch ehrenamtlich ist sie stark engagiert. Für beide Projekte ist sie sehr viel in der ganzen Welt unterwegs.

Ob beruflich oder ehrenamtlich, Marilyn Heib aus Haustadt kommt weit in der Welt herum, liebt aber die Gemeinde Beckingen, wo sie ihre Wurzeln hat und gerne lebt. „Beckingen ist meine Heimat. Man kennt den Supermarkt, die Post, die Menschen seit der Kindheit. Dies gibt einem Geborgenheit und das schöne Gefühl von Heimat. Davon abgesehen, ist unsere Gemeinde aber einer von der Natur schönster Ecken im Saarland.

Oft gehe ich auf die Anhöhen am Panorama Höhenweg und schaue einfach in die Ferne. Und unsere Gemeinde ist voll von Künstlern. Viele erfolgreiche Musiker stammen von hier. Es ist die Natur, Beschaulichkeit und Übersichtlichkeit der Gemeinde, die so stark zur Geborgenheit beiträgt, aber auch die sehr fröhlichen, offenen und kulturell interessierten Menschen unserer Gemeinde“, betont sie.

Heib wurde 1978 in Saarburg geboren und hat noch vier Geschwister. Von ihrem ersten bis dritten Lebensjahr, sowie zwölften bis 24. Lebensjahr wohnte sie in Beckingen, die restliche Zeit in Haustadt. Mit 28 Jahren zog Marilyn Heib nach Hamburg und kam nur am Wochenende nach Hause. Nun, seit Anfang 2013, lebt sie wieder ganz in Haustadt mit Ehemann Marko Groß im Haus der SchwiegerelternHarald und Melitta Groß. „Es sind die besten Schwiegereltern der Welt“, sagt Marilyn Heib.

Sie besuchte die Grundschule in Haustadt und dann das Albert-Schweitzer-Gymnasium in Dillingen, wo sie das Abitur machte. Es folgte ein Maschinenbaustudium an der HTW in Saarbrücken. „Nach zehn Jahren Berufserfahrung in Forschung und Industrie bin ich nun selbstständig. Ich habe zusammen mit weiteren vier Personen das Unternehmen bettervest Gmbh (WWW.BETTERVEST.DE), die erste Crowdinvesting-Plattform für Energieeffizienz-Projekte, gegründet, welches seinen Sitz in Frankfurt hat und Klimaschutzprojekte mittels Bürgerfinanzierung finanziert. Ich ziehe es aber vor, in meiner Heimat zu wohnen. Daher bin ich nur ein, zwei Tage die Woche in Frankfurt. Sonst habe ich ein kleines Büro in Honzrath“, erklärt die junge Frau.

Auf die Frage, ob sie viel herum kommt, meint sie: „O herrje, ja, ich komme zu viel herum. Für mein Unternehmen bettervest leite ich den Vertrieb und bin jede Woche zwei, drei Tage in ganz Deutschland unterwegs.“ Für ihr Ehrenamt, den ehrenamtlichen Klimaschutzverein Go For Climate e.V., der seinen Sitz außerdem in der Gemeinde Beckingen hat, aber auch mittlerweile für bettervest, ist sie aber auch weltweit unterwegs. So flog sie kürzlich für bettervest nach Indien, und fliegt im September nach Nigeria. Für das Ehrenamt war sie im Juli im Irak.

Wie sehen ihre Hobbys aus? „Absoluter Favorit ist die Musik. Ich bin die Sängerin der Band Rollsplitt, die viele kennen. Dann ist mein Ehrenamt ein großes Hobby, soweit ich kann, treffe ich meine Freunde und Familie und treibe Sport. Mein Mann unterstützt mich im Ehrenamt, wir haben viele Freunde und treiben gemeinsam Sport“, erzählt sie.

Seit 2009 ist Marylin Heib Mitglied bei den Linken und vertritt diese derzeit auch im Ortsrat Haustadt. Daneben engagiert sie sich sehr in ihrem Klimaschutzverein Go For Climate e.V. sowie immer mal wieder hier und da, wo Hilfe gebraucht wird.

Wie sieht ihr Zukunftswunsch für sich selbst und für Beckingen aus? „Ich wünsche mir bald beruflich noch mehr das tun zu können, was ich jetzt noch ehrenamtlich tue. Kinder wären noch ein Wunsch und ein schönes Haus zu bauen, natürlich nur in Beckingen. Für die Gemeinde wünsche ich mir, dass sie weiterhin zu einem Vorbild für Klima- und Umweltschutz, einem Zentrum von Menschlichkeit und Nächstenhilfe wird und ihren Charme als Kulturzentrum nicht verliert. In all diesen Punkten sind wir auf einem guten Weg, aber wir haben das Potenzial, dort wirklich Vorreiter zu werden. Das sollten wir nutzen“, antwortet sie.

09.02.2015

Hamburger Abendblatt

Schenefelder versuchen Klimaschatz zu heben

Es gibt verborgene Schätze, die es sich zu suchen und zu bergen lohnt. Darin ist sich MarilynHeib sicher. So sicher, dass sie darüber Bücher schreibt und Vorträge hält, um anderen den Weg zum Schatz zu zeigen.Ob privat im Haushalt, in Unternehmen oder in öffentlichen Gebäuden – überall gibt es laut Heib enormes Potenzial, Energie und Geld zu sparen. Mustergültig Energie sparen und effizienter sein? Das will auch die Stadt Schenefeld, die 2015 zum Energiejahr erkoren hat.
Somit passte es perfekt, dass Heib mit ihrem Vortrag „KlimaSchatz“ den Auftakt für die Veranstaltungsreihe bildete, mit der Schenefeld die Werbetrommel für das städtische Projekt rühren will. Doch so richtig perfekt lief’s nicht. Gerade einmal 15 Besucher verliefen sich in die Stadtbücherei, um dem durchaus hörenswerten und informativen Vortrag zu lauschen. Darunter waren allerdings zahlreiche Bekannte und Wegbegleiter der Autorin, die lange Zeit in Hamburg gearbeitet hat und dort in verschiedenen Vereinen aktiv war. Die Schenefelder lockte der Infoabend nicht.
Energie und Klimaschutz sind die Themen der Grünen. Umso glücklicher müssten sie über die Veranstaltungsreihe sein. Sind sie aber nicht. Im Gegenteil, ihnen stößt die Umsetzung der Idee sauer auf. Denn unter den 23 Veranstaltungen, die der neue Werbeflyer zum Energiejahr auflistet, finden sich auch zahlreiche Termine, die wenig bis gar nichts mit dem Thema zu tun haben – wie „Frauenpower. Starke Frauen, starke Stimmen: Treffen Sie den richtigen Ton“, der Putztag der Stadt und Mehr Energie und Leichtigkeit im Alltag (ein Workshop zum Thema Burnout).
„Das hat mit Klimaschutz nun wirklich nicht zu tun“, kritisiert Jochen Ziemann. Der Grüne ist Vorsitzender des Energieausschusses in Schenefeld und ärgert sich sehr über die Planung. Er sei entsetzt, dass die Bürgermeisterin die Aktion geplant habe, ohne die Politik einzubeziehen. Auch Grünen-Chef Mathias Schmitz kritisiert die Artder Umsetzung. Er finde die Themenauswahl in Teilen unglücklich. „Da wurde viel Potenzial liegen gelassen“, sagt Schmitz, der aber schon froh ist, dass das Thema Energie überhaupt einmal aufgegriffen werde.
So sieht es auch Energieexpertin Heib. Sie lobte Schenefeld für die Initiative und warb dafür, den Veranstaltungsflyer mehr unter die Leute zubringen und auch anderen Bürgermeistern zu zeigen. „Vielleicht nimmt sich die eine oder andere Kommune das zum Vorbild“, so Heib. Die 36-Jährige studierte Maschinenbau mit dem Schwerpunkt regenerative und rationelle Energietechnik, arbeitete für das Öko-Forschungsinstitut und leitete bereits mit 27 Jahren den internationalen Vertrieb von Photovoltaikanlagen und Solarthermie der Conergy AG in Ham-burg.
Auch privat engagiert sie sich für den Klimaschutz, Heib gründete 2007 den Verein Go for Climate und ist Mitglied im Hamburger Klimaschutzfonds. 2012 gründete sie das Unternehmen bettervest mit, das eine Plattform zur Finanzierung energieeffizienter Projekte durch private Kleinsponsoren ermöglicht (Crowdinvesting). Städte oder Unternehmen, denen das Geld fehlt,können mithilfe des Portals beispielsweise das nötige Kapital für energetische Projekte einwerben. „Es geht hierum mehr als nur den Klimaschutz“, erklärte Heib. Es gehe auch um den Wirtschaftsstandort Deutschland, Wachstum und Schaffung von Arbeitsplätzen. Heib brachte außerdem zahlreiche Beispiele, wie sich mit kleinen Mitteln Großes bewirken lasse. Den Kühlschrank auf sieben Grad einstellen (25 Euro im Jahr), die Heizung um ein Grad herunterdrehen und dafür einen Pulli im Haus tragen (55 Euro), Wäsche auf die Leine statt in den Trockner (87 Euro), eine sparsamere Beleuchtung (40 Euro), sich vom Stand-by-Betrieb aller Haushaltsgeräte verabschieden (rund 100 Euro): Heib rechnete vor, dass jeder allein durch ein verändertes Wohnverhalten rund 860 Euro und 2800 Kilogramm CO2 pro Jahr einsparen könne. Das war hochspannend, eindrücklich, hilfreich – und dafür verdammt schlecht besucht.

16.01.2015

Initiatorin Marylin Heib in einem Flüchtlingslager im Irak. Foto: Heib

Benefizbrunch zu Gunsten von Flüchtlingen

„Hunde lieben, aber Schweine essen“: Veganes Frühstücksbuffet mit Vortrag in der Erwringer Scheier

Das Verhältnis von Mensch zu Tier steht im Mittelpunkt eines Vortrages am Sonntag in der Erwringer Scheier. Referent ist der Tierrechtsaktivist Jeff Mannes. Der Brunch wird zubereitet von den „Saarbucks“-Veganern.

„Warum wir Hunde lieben, Schweine essen und Kühe anziehen“ lautet der Titel eines Vortrags, den der Verein Go for Climate für seinen Benefizbrunch am Sonntag, 18. Januar, 10 Uhr, in der Erwringer Scheier ausgesucht hat. In seinem Vortrag untersucht Jeff Mannes, wie wir dazu kommen, manche Tiere als Freunde undFamilienmitglieder zu betrachten, andere dagegen als Nahrung – ohne diese Unterscheidung plausibel begründen zu können. Jeff Mannes, ein langjähriger Aktivist für soziale Gerechtigkeit, Menschenrechte, Umwelt- und Tierschutz, erläutert die komplexen sozialen und psychologischen Mechanismen, durch die bestimmte Lebewesen in unseren Augen zu Lebensmitteln werden. Und er zeigt, dass diese Mechanismen unterschwellig und unerkannt wirken, ähnlich wie bei anderen Formen der Diskriminierung.Der offizielle deutsche Vortrag basiert auf dem international gefeierten Original der amerikanischen Sozialpsychologin Dr. Melanie Joy. Aus ihrer Feder stammt das Buch „Warum wir Hunde lieben, Schweine essen und Kühe anziehen“, im Original: „Why We Love Dogs, Eat Pigs and Wear Cows. An Introduction to Carnism“.

Für das unsichtbare Überzeugungssystem hat Joy einen eigenen Begriff geprägt: „Karnismus“. Karnismus begegnet uns demnach jeden Tag. Hunde, Katzen, Pferde, Meerschweinchen oder Hasen – sie alle sind Tiere, zu denen wir eine besondere Beziehung pflegen, weil sie uns als Haus- oder Hoftier Gesellschaft leisten. Jeff Mannes ist der Koordinator für Kommunikation des Carnism Awareness and Action Network (CAAN), einer amerikanischen Organisation unter der Präsidentschaft der Autorin, Dozentin und Sozialpsychologin. Mannes studierte Soziologie, Politikwissenschaft und Gender Studies an der Universität Trier. Er legt den Fokus besonders auf die Untersuchung des Mensch-Tier-Verhältnisses und von sozialer Gerechtigkeit. In Berlin arbeitet er für die Kampagne „Karnismus erkennen“, ein gemeinsames Projekt von CAAN und des Vegetarierbundes Deutschland (Vebu). Die Band Rollsplitt umrahmt den Vortrag „unplugged“.

Zubereitet wird der Brunch von den „Saarbucks – Vegans for animals“, die für ihren monatlichen Brunch in Saarbrücken bekannt sind. Der Erlös aus den Veranstaltungen und sämtliche Geldspenden kommen nach Worten des Vereins Flüchtlingen zu Gute, die vor der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) nach Dohuk, Nord-Irak, geflohen sind.

Kosten für den Brunch: 12,50 Euro. Tickets im Vorverkauf nur bei Schreibwaren Scheid, Haustadtertalstraße 173a.

QuelleSaarbrücker Zeitung

 

28.11.2013

Die Band Rollsplit gibt ein Comeback-Konzert in Losheim. Foto: AgnesFoto: Agnes

Rock-Bands spielen zu Gunsten Taifun-Betroffener - Klimaschutzverein Go for Climate veranstaltet Benefizkonzert in der Losheimer Eisenbahnhalle

red. Mit Hits wie „Child Anthem, Africa“ begeisterte die Band viele Jahre gerade das Publikum in Merzig-Wadern und Saarlouis. Jetzt geben Rollsplitt ein Comeback-Konzert in Losheim – für Müllsammler und Katastrophenopfer auf den Philippinen. (Veröffentlicht am 27.11.2013)

Losheim. „Rock'n' Help 2013“ ist die zweite Auflage überschrieben, die der Klimaschutzverein Go for Climate am Freitag, 13. Dezember, ab 21 Uhr in der Eisenbahnhalle steigen lässt. Nach dem Erfolg des Benefizkonzertes im vergangenen Jahr will die Gruppe um Vereinsgründerin Marilyn Heib, die aus Haustadt stammt, zwei Projekte auf den Philippinen unterstützen. 30 Prozent des Erlöses kommt nach Darstellung der Gastgeber den Betroffenen des Taifuns zu Gute. „Trotz der schwierigen Lage der Menschen in Olongapo ist es uns ein wichtiges Anliegen, das durch die vernichtende Zerstörungskraft von Haiyan entstandene Leid zu lindern. Seit Jahren engagiert sich der Verein für die sozial benachteiligten Menschen der Müllhalde in Olongapo. so haben Marilyn Heib und ihre Mitstreiter über 50 klimaschützende Arbeitsplätze geschaffen. Zudem haben sie viel Geld für die medizinische Versorgung der auf der Müllhalde lebenden Kinder gesammelt. Für das zweite Benefizkonzert haben sie wieder zwei hervorragende Bands engagiert. Eigens dafür hat sich Rollsplitt nach zehn Jahren wieder gegründet. Zudem wurde Take 5 verpflichtet. Die Party- und Oldie-Band bringt jedes Jahr die Oldie-Nacht auf die Bühne und hat mit Größen wie Marmelade, den Lords, Manfred Man, DJ Ötzi, Markus, Hubert Kah, Costa Cordalis oder der Spider Murphie Gang gespielt.

Das Konzert beginnt um 21 Uhr, Einlass ist ab 20.30 Uhr. Der Eintritt beträgt sechs Euro im Vorverkauf und acht Euro an der Abendkasse. Vorverkaufsstellen: der Tourismuszentrale der Gemeinde Losheim und in der Buchhandlung „die Rote Zora“ in Losheim und Merzig.
www.go-for-climate.com

Quelle: Saarbrücker Zeitung

 

 

25.09.2013

Bettervest gewinnt Nachhaltigkeitspreis des Bundesministeriums für Wirtschaft

Zwei aus dem bettervest-Team: Patrick Mijnals (Geschäftsführer) und Marilyn Heib (Technik-Expertin)

Manchmal will man nur kurz über Geschäftsmodelle sprechen – und verfällt in grundsätzliche Diskussionen um politische Projekte. So wie gerade bei der neuen Crowdfunding-Plattform bettervest: “Wir reden zu viel über den Ausbau von Energiequellen und zu wenig über Energieeffizienz”, sagt Mitgründer Torsten Schreiber über die Energiewende.

Das ist auch der Hintergrund der bettervest-Idee: Wie finanzieren wir Effizienzmaßnahmen? Bei bettervest können sich Bürger ab 50 Euro an Projekten beteiligen, für die sonst kein Geld da wäre. Beispielsweise eine neue Heizungsanlage für einen Kindergarten, die Wärmedämmung für ein Verwaltungsgebäude oder neue Lampen für die Straßenbeleuchtung. Bald startet das erste Projekt auf der Seite, die seit wenigen Tagen online ist. Wir bleiben dran, denn über die Plattform und ihre Gründer gibt es noch viel mehr zu erzählen.

Link: green.wiwo.de/cebit-die-besten-grunen-ideen-bei-uns-im-live-blog/

 

 

21.09.2012

Nalbacher für Nalbach

Gemeinde Nalbach

18.09.2012

7.VR-Bank-Bamberg Expertenforums am 8.9.12 in Bamberg

Einen schönen und interessanten Abend durften auf Einladung des Brose Baskets Businessclubs die Besucher des 7.VR-Bank-Bamberg Expertenforums am 8.9.12 verleben. Gemeinsam mit dem WOBLA, dem Stadtmarketing Bamberg und dem Institut Michael Ehlers, ist es gelungen drei ausgewiesene Experten auf dem Gebiet der Nachhaltigkeit für die Veranstaltung zu gewinnen.

Bei angenehmer Atmosphäre in der Oddset Sports Lounge der Stechert Arena fanden sich sowohl Unternehmer als auch Privatleute ein, um sich genauer über das Thema Nachhaltigkeit zu informieren. Der Moderator des Abends, Michael Ehlers, erklärte den Begriff der Nachhaltigkeit. Sie basiert auf drei „Säulen“: Ökonomie, Ökologie und soziales Engagement. Zu jeder einzelnen Säule haben die Veranstalter Referenten gesucht, die vorbildlich für ihr Thema auftreten.

 

Die VR Bank Bamberg eG, vertreten durch Herrn Hans Gesell, seit 1. August diesen Jahres Vorstandsmitglied der VR Bank Bamberg, begrüßte die Gäste zum 7. VR Bank Bamberg Expertenforum. „Nachhaltigkeit und wirtschaftlicher Erfolg sind für die VR Bank Bamberg eG eng verbunden. Unternehmerische Verantwortung zu übernehmen bedeutet für die VR Bank Bamberg, neben der Orientierung der eigenen Geschäftstätigkeit an wirtschaftlichen Zielen, auch sozial und ökologisch verträglich zu agieren, im Sinne einer starken Gemeinschaft und einer verlässlichen Partnerschaft“ so Hans Gesell. Ein solches Verantwortungsbewusstsein zahlt sich nach fester Überzeugung und langer Erfahrung unternehmerisch aus.

Wie wichtig soziales Engagement für ein Unternehmen ist, vermittelte der erste Experte des Abends, Wolfgang Heyder. Der erfolgreichste Manager des deutschen Basketball gewährte dem Publikum einen Einblick hinter die Kulissen der Brose Baskets. Er erklärte, wie wichtig es ist, auch die Region und die Jugend zu fördern. Gerade den Aspekt der Nachwuchsförderung hob Wolfgang Heyder besonders hervor. Die Brose Baskets sind fast täglich in Schulen und organisieren Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche in der Region.

Der zweite Experte des Abends, Dirk Kollmar, weiß als Geschäftsführender Gesellschafter der Oettinger Brauerei, wie man nachhaltig wirtschaftet. In seinem Vortrag übermittelte er dem Publikum, dass „preiswert nicht gleich billig ist“. Er hob den wirtschaftlichen Aspekt der Nachhaltigkeit hervor. Dirk Kollmar wies jedoch nach, dass ökologisches und wirtschaftliches Handeln einander nicht widersprechen, sondern bedingen. So setzt Oettinger z.B. mit seinen vielen Brauereistandorten auf kurze Lieferwege. Auch die Einhaltung des Reinheitsgebots ist ökologisch wertvoll. Oettinger setzt auf Erfolg durch Qualität, Erfolg durch Kontinuität und Erfolg durch Expansion.

Die dritte Expertin des Abends, Marilyn Heib, half dem Publikum den „Klimaschatz zu finden“. Durch ihren lebendigen Vortrag führte sie dem Publikum die Wichtigkeit nachhaltigen und ökologischen Denkens vor Augen. Die Vertriebsleiterin eines internationalen Windkraftunternehmens und Mitgründerin des Klimaschutzvereins Go ForClimate e.V. setzte in ihrem Vortrag nicht den Fokus auf erneuerbare Energien, sondern rief das Publikum dazu auf, Energie zu sparen.  Wenn die Menschheit nicht beginnt, über ihren Energieverbrauch nachzudenken und diesen zu reduzieren, nutzen auch erneuerbare Energien nichts. Die oft genutzten Ausreden „Keine Ahnung“, „Keine Zeit“ und „Kein Geld“ lässt sie nicht gelten. In ihrem Buch „Der Klimaschatz“ gibt sie Ihnen wertvolle Ratschläge an die Hand, wie Sie Ihren persönlichen Energieverbrauch oder den Ihres Unternehmens drastisch senken können, ohne viel Zeit- oder Geldaufwand.

Diese drei hervorragenden Vorträge machten auch dieses Expertenforum wieder zu einem gelungenen und sehr informativen Abend.
Das 8. VR-Bank-Bamberg Expertenforum findet am Samstag, den 02.02.2013, unter dem Motto „Motivation“ statt. Auch hierfür wurden bereits drei hochkarätige Referenten gewonnen.

Quelle: Ehlers Institut, Bamberg und VR Bank Bamberg eG

http://www.vrbank-bamberg.de/de/11/news.244.html

 

 

10.07.2012

Marylin Heib (links) legte sich mächtig ins Zeug, um auf dem Flohmarkt für die gute Sache Geld zu erwirtschaften. Foto: Thorsten Wolf

Besonderes Engagement auf dem Flohmarkt

Homburg. Ausverkauft bis auf den letzten Quadratmeter, Tausende von Besuchern - der Homburger Flohmarkt am Wochenende war ein voller Erfolg. Und mitten drin: Der Stand des Vereins "Go for climate" (Veröffentlicht am 10.07.2012)

Homburg. Ausverkauft bis auf den letzten Quadratmeter, Tausende von Besuchern - der Homburger Flohmarkt am Wochenende war ein voller Erfolg. Und mitten drin: Der Stand des Vereins "Go for climate". Marilyn Heib, die erste Vorsitzende des Vereins, und ihre Mitstreiter verkauften Gutes und Gebrauchtes für einen guten Zweck, mit dem Erlös soll einem brandverletzten Jungen auf den Philippinen geholfen werden. "Jerry", so Marilyn Heib, dem einen oder anderen durch ihre Auftritte zusammen mit den Lokalmatadoren von Take Five bekannt, "hat nach einem Unfall Verbrennungen an den Beinen. Es sind dringend Operationen nötig. Da es auf den Philippinen aber keine Krankenversicherung gibt, kann sich Jerrys Mutter eben diese Operationen nicht leisten."

Schon zu Beginn des Jahres hatte der eigentlich in Hamburg beheimatete Verein mit seiner noch recht neuen saarländischen Gruppe ein Benefizkonzert für Bedürftige auf den Philippinen, genauer gesagt in der Stadt Olongapo, gegeben.

Nun der neuerliche Einsatz. Heib: "Jerry wiegt inzwischen nur noch 30 Kilo", deutlich zu wenig für einen 15-jährigen. So kam die Idee, mit einem eigenen Verkaufstand auf dem Flohmarkt die rund 2000 Euro zu erwirtschaften, um Jerry die erforderliche medizinische Behandlung zu ermöglichen. Die 20 Meter Verkaufsstand hatte Homburgs OB Karlheinz Schöner als Schirmherr gestiftet. Bis gegen Mittag hatten Heib und die anderen Helfer schon rund 500 Euro eingenommen. "Und wenn es am Ende nicht reicht, dann machen wir einfach noch ein weiteres Benefizkonzert." thw


Erschienen in der Saarbrücker Zeitung:
www.saarbruecker-zeitung.de/sz-berichte/homburg/Homburg-Flohmarkt-Forum;art2802,4359517

 

06.07.2012

Hilfsprojekte für Menschen auf den Philippinen

Erschienen in der Gießener Allgemeinen

05.01.2012

Benefizkonzert für Kinder aus Olongapo perfekt in Szene gesetzt

07.11.2011

Hobby muss sein - Singen ist meine größte Leidenschaft

Erschienen in der Saarbrücker Zeitung

30.10.2011

www.land-der-ideen.de/100-frauen-von-morgen/100-frauen-von-morgen

Marilyn Heib - eine der 100 Frauen Zukunft

Ausgezeichnet: Junge Vorbildfrauen, die Deutschlands Zukunft prägen

Berlin, 28. Oktober. Die Standortinitiative „Deutschland – Land der Ideen“ zeichnet
„100 Frauen von morgen“ aus, die mit führenden Ideen in ganz unterschiedlichen
Bereichen aktiv sind und auf vielfältige Weise ihren Beitrag zur Zukunft Deutschlands
leisten.

Wer ist die kommende Wirtschaftswissenschaftlerin? Welche zukünftige Spitzenphysikerin wird die Naturwissenschaften prägen? Wer ist die Autorin, auf die alle gewartet haben? Und welche Künstlerin bewegt die Kunstwelt in den nächsten Jahren?

Es gibt viele Frauen, die auf dem besten Weg sind, mit innovativen und kreativen Ideen die Wirtschaft, Gesellschaft und Politik Deutschlands in Zukunft nachhaltig zu beeinflussen. Diese Persönlichkeiten will das Projekt „100 Frauen von morgen“ sichtbar machen. Von der Wissenschaft über Kunst und Kultur bis hin zur Wirtschaft sind weibliche Intuition, Feingefühl und Kommunikationsstärke wichtige Schlüsselkompetenzen. Das Projekt will zeigen: Deutschlands Frauen sind spitze – in allen gesellschaftlichen Bereichen!

Das Projekt wurde von der Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ gemeinsam mit den Kooperationspartnern BILD am SONNTAG und Scholz & Friends initiiert, als Weiterführung des gemeinsamen Projekts „100 Köpfe von morgen“ aus dem Jahr 2006. Die Kurzporträts der „100 Frauen von morgen“ erscheinen am 30. Oktober in der BILD am SONNTAG. Ausgewählt wurden die „100 Frauen von morgen“ durch Frauen, die mit ihrer Arbeit Deutschland bereits heute nachhaltig beeinflussen.

Ariane Derks, Geschäftsführerin der Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ erläutert die Idee hinter dem Projekt: „Deutschland braucht kluge Köpfe und gute Ideen. Wir wollen 100 Frauen zeigen, die die Zukunft im Land der Ideen prägen werden und die für viele weitere Frauen in Deutschlandstehen. So unterschiedlich die 100 Frauen sind, eines haben sie alle gemeinsam: Sie glauben an die Kraft der Ideen und daran, dass sie sich verwirklichen lassen.“

„Deutschland – Land der Ideen“ ist die gemeinsame Standortinitiative von Bundesregierung und deutscher Wirtschaft, vertreten durch den Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI). Schirmherr der Initiative ist Bundespräsident Christian Wulff. Die Initiative spiegelt die Stärken des Standorts Deutschland wider. Sie macht das Engagement all jener sichtbar, die in Deutschland Innovation, Erfindergeist und Einfallsreichtum leben – Tag für Tag in Schulen, Unternehmen, Forschungseinrichtungen, Initiativen und Vereinen.

Die „100 Frauen von morgen“:

 

 

05.08.2011

http://www.umweltjournal.de/rezensionen/18256.php

Der Klimaschatz: 50 Praxis-Beispiele, wie wir mit Energieeffizienz Kosten senken, Arbeitsplätze schaffen und das Klima schützen können

München, 05.08.2011: Energieeffizienz ist eines der wichtigsten Themen für unsere Zukunft. Doch das Thema ist komplex und die Literatur dazu oft theoretisch, wissenschaftlich und schwer verdaulich. Das wird jetzt endlich anders!

Am 1. September 2011 erscheint im oekem verlag das Buch „Der Klimaschatz - 50 Praxis-Beispiele, wie wir mit Energieeffizienz Kosten senken, Arbeitsplätze schaffen und das Klima schützen können“. Darin haben die Autorin Marilyn Heib und die Co-Autoren Tom Robin Teschner und Anne Gröger im Namen der gemeinnützigen Vereine „Hamburger Klimaschutzfonds“ und „Go For Climate e.V.“ 50 Beispiele für Energieeffizienz zusammengetragen, um zu zeigen wie viel kostengünstiger und umweltfreundlicher Energie genutzt werden kann.

So bedeutet Energieeffizienz nichts anderes als mit weniger Energie genauso gut oder sogar besser zu wirtschaften und zu leben. Energieeffizienzpotenziale schlummern überall. Sie sind im privaten Haushalt zu finden, aber auch vor allem in der Industrie und im öffentlichen Bereich. Sie können im technischen Detail stecken oder auch an Verhaltensweisen geknüpft sein. Manchmal sind sie subtil und uns kaum bewusst; ein anderes Mal genießen sie offene politische Unterstützung. Dieses Buch soll Anregung sein für Zauderer, Argumente liefern für Zweifler, Bestätigung sein für die Optimisten und ein Baustein für die baldige Umsetzung der Energiewende hinein in eine neue, lebenswertere Zukunft! Es will den Weg zu diesen Potenzialen weisen – nennen wir sie Klimaschätze, denn es sind Schätze, die gehoben werden wollen. Wer sich auf den Weg macht, sie zu heben, wird reich belohnt werden – egal ob Privatmensch, Unternehmen oder Kommune: Die Klimaschätze versprechen finanzielle Ersparnis, weniger CO2-Emissionen, Arbeitsplätze und wirtschaftliches Wachstum.

„Unser Buch ist keine Propaganda oder Schönrederei. Renommierte Institute belegen es: Mit Energieeffizienz könnten wir sofort 25 – 30% Energie einsparen, ohne Komfortverlust oder Kosten – nein, wir hätten davon nur riesige Vorteile. Wahnsinnige Kosteneinsparungen und viele neue Arbeitsplätze. Daher setzen wir uns für die Bekanntmachung dieses Potentials ein, in der Hoffnung dass wir bald so schlau sind den KlimaSchatz zu heben.“ (Marilyn Heib)

Die Autorin Marilyn Heib wurde von der Standortinitiative „Deutschland – Land der Ideen“ und der BILD am SONNTAG als eine der „100 Frauen von morgen“ ausgezeichnet. Eine Jury hochrangiger Frauen aus den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Gesellschaft, hat sie aufgrund ihrer wegweisenden Ideen, besonderen Fähigkeiten und des herausragenden Engagements ausgewählt.

Der Klimaschatz - 50 Praxis-Beispiele, wie wir mit Energieeffizienz Kosten senken, Arbeitsplätze schaffen und das Klima schützen können
Marilyn Heib, Tom Robin Teschner, Anne Gröger (Hrsg.)
oekom verlag September 2011
144 Seiten, 19,95 EUR
ISBN-13: 978-3-86581-272-8

 


16.02.2011

http://bund-hamburg.bund.net/index.php?id=4682&tx_ttnews[tt_news]=15457&tx_ttnews[backPid]=4647

Hamburger Bürger wollen Rekommunalisierung der Energienetze

Der BUND Hamburg und der Hamburger Klimaschutz-Fonds haben im Namen der Volksinitiative Unser Hamburg – Unser Netz eine repräsentative Umfrage in Hamburg beim Psephos-Institut beauftragt. Die Ergebnisse liegen nun vor und sind eindeutig:

  • 65 % der Hamburger unterstützen die Forderung der Initiative für eine Übernahme der Versorgungsnetze durch die öffentliche Hand. Nur 12 % unterstützen die Initiative nicht.

  • Von einer Rekommunalisierung erwarten 61% der Befragten eine verbraucherfreundlichere Preispolitik des kommunalen Versorgers, für mehr als die Hälfte der Bürger gehört die Energieversorgung zur allgemeinen Daseinsvorsorge.

  • 51 % der Hamburger sind zudem für eine vollständige Übernahme der Netze durch die Stadt Hamburg und fast genauso viele (49 %) halten anstelle eines angemessenen Preises lediglich eine begrenzte Entschädigungszahlung an die Konzerne Vattenfall und E.on für gerechtfertigt.

„Es freut uns sehr, dass eine große Mehrheit der Hamburger und Hamburgerinnen hinter der Idee der Rekommunalisierung steht. Der Hamburger Klimaschutz-Fonds sieht darin eine große Chance, die Energieversorgung Hamburgs klima- und verbraucherfreundlicher zu gestalten“, so Marilyn Heib, Vorstandsmitglied des Hamburger Klimaschutzfonds.

Auch im Detail gab es überraschende Ergebnisse: So war der Anteil der SPD-Wähler unter denen, die sich für eine Rekommunalisierung ausgesprochen haben, mit 75 % besonders hoch. Auch bei der Frage, ob die Netze vollständig oder nur teilweise übernommen werden sollen, sprachen sich mit 57 % überdurchschnittlich viele SPD-Wähler für eine vollständige Übernahme aus.

„Diese Ergebnisse sollten Olaf Scholz, der bekanntlich bei der Stadtbahn so großen Wert auf Umfrageergebnisse gelegt hat, zum Nachdenken bringen. Die SPD strebt derzeit nur eine Minderheitsbeteiligung von 25,1 % an und will damit weiterhin Vattenfall und E.on das Geschäft überlassen. Offenbar sehen das vor allem SPD-Wähler anders“, so Manfred Braasch, Landesgeschäftsführer des BUND Hamburg und einer der Vertrauenspersonen der Initiative.

Die Volksinitiative Unser Hamburg – Unser Netz wird mittlerweile von 26 Organisationen und Verbänden unterstützt. Für den Fall, dass es keine befriedigende Vereinbarung mit der neuen Hamburger Regierung gibt, bereitet die Initiative für den Juni 2011 das Volksbegehren vor. Für einen Erfolg der Initiative müssen innerhalb von drei Wochen ca. 75.000 Hamburger unterzeichnen.

 


24.03.2008

http://www.rss-verzeichnis.de/bildung-und-gesellschaft/events-und-veranstaltungen/7821-filmfestival-hamburg

Verein " Go for Climate" (Filmpartner des Filmes "Unser Planet") erhält Fördermittel von Aktion Mensch/dieGesellschafter.de

In einem Gespräch mit Sponsoren teilte Bernd P. Holst von der Freiwilligenbörse Hamburg mit, daß der Verein „Go for Climate e.V.“ (www.go-for-climate.com) durch die Aktion Mensch (www.aktion-mensch.de/) gefördert wird und finanzielle Unterstützung erhält. Anläßlich des Filmfestivals „über morgen“ in Hamburg hatten die Mitarbeiter der Freiwilligenbörse Hamburg Marilyn Heib und den Verein „Go for Climate e.V.“ als regionalen Filmpartner für den Film „Unser Planet“ gewinnen können.

„Go for Climate e.V.“ war sowohl im Zeise-Kino als auch im Koralle-Kino mit seinem CO2-Check aktiv dabei (zivilcourage-engagement.com/news_bilder/ffhh_121 ..). Zusammen mit Greenpeace (www.greenpeace.de) und dem Arbeitskreis Kein-Schlick-in-Billstedt (www.kein-schlick-in-billstedt.de) gestaltete das Team des Vereins „Go for Climate e.V.“ sowohl die Infoveranstaltung vor der Filmaufführung als auch die Diskussion und das Rahmenprogramm nach dem Film. „Go for Climate e.V.“ war bereits ausgezeichnet worden durch die Schirmherrschaft des Bundesumweltministers Sigmar Gabriel. Für ihre konzeptionelle Arbeit und für ihre Planungen erhielten sie ideelle Unterstützung durch Übernahme der Schirmherrschaft.

Nunmehr konnte der Verein durch seinen Förderantrag bei dem Aktion-Mensch-Projekt „dieGesellschafter“ (www.diegesellschafter.de) über 3000 Euro Fördergelder abrufen. Der Verein wird diese Gelder entsprechend dem Förderantrag verwenden und kann dadurch in seinen Botschaften für eine bessere Wahrnehmung sorgen.

Marilyn Heib, die Vorsitzende, war von dem Filmfestival begeistert und zeigte sich sehr dankbar, daß nunmehr diese großartige finanzielle Anschubfinanzierung zustande gekommen ist. Erfreut bedankte sie sich auch bei der Freiwilligenbörse Hamburg für die gefundene Manpower an Ehrenamtlichen über die Online-Datenbank der Freiwilligenbörse Hamburg eaktivoli.de (www.eaktivoli.de). Pressetext: PR GROUP Freiwilligenbörse Hamburg

 


02.04.2006

http://www.welt.de/print-wams/article140428/Vertriebschefin_mit_27.html

Vertriebschefin mit 27

Marilyn Heib hat eine Karriere gemacht, wie sie wohl nur bei einem kleinen Unternehmen mit einer sehr großen Idee möglich ist. Mit nur 27 Jahren ist Heib verantwortlich für den Auslandsvertrieb von Conergy, dem größten Hersteller von Solaranlagen Europas.

Ziemlich gestaunt hätten damals ihre Freunde, daß ausgerechnet sie Maschinenbau studierte, sagt Heib. Weil sie immer so gern sang und tatsächlich ein wenig klingt wie Kate Bush. "Aber Umwelt hat mich immer interessiert", sagt sie.

Sie war gut in Mathe und Physik, und der Professor an der TH Saarbrücken versprach pri- ma Zukunftsaussichten im Maschinenbau mit Spezialisierung auf regenerative Energietechnik. Nach acht Semestern war sie fertig. Als einzige Frau unter 40 Absolventen. "Das hat ganz schön angespornt", sagt Heib.

Als sie 2002 die Uni verließ, gab es nur wenige Jobs in der Branche. Bei einem kleinen, staatlich ge- förderten Institut für Energiesysteme kam sie unter, die Kommilitonen gingen in klassische Industrieunternehmen.

Doch mit dem Boom der Branche stiegen auch die Chancen. Vor sechs Monaten wechselte Heib zu Conergy. Über 100 Anfragen ausländischer Interessenten lagen anfangs auf ihrem Schreibtisch, die mußten gesichtet und für alle Neukunden Angebote geschrieben werden. Aus dieser Marktdurchforstung heraus sollen nun im Ausland Niederlassungen gegründet werden. Irland, England, Dubai, Italien, Südafrika - nach der Arbeit am Schreibtisch besucht Heib jetzt Kunden vor Ort. Unverheiratet ist sie und pendelt zwischen den Conergy-Niederlassungen im saarländischen Sulzbach und Hamburg hin und her. "Der Job ist eine Riesenchance, das gebe ich ganz ehrlich zu", sagt sie.

Zumindest die Ein-Mann- Show wird bald vorbei sein. Conergys Personalabteilung sucht derzeit vier neue Mitarbeiter für Marilyn Heibs Team.